NEW BUSINESS MODELS – AUF DER SUCHE NACH EINER NEUEN ART DES WIRTSCHAFTENS 2019

Event details

  • 17. Oktober 2019
  • 12:30
  • Urstein Süd 1 A-5412 Puch/Salzburg

„NEW BUSINESS MODELS“
AUF DER SUCHE NACH EINER NEUEN ART DES WIRTSCHAFTENS

Spannende Impulse von renommierten Personen aus Wissenschaft und Praxis!

Donnerstag, 17. Oktober 2019, ab 12.30 Uhr

Klimakrise, begrenzte Ressourcen, Verlust unserer Biodiversität: Neue (digitale) Geschäftsmodelle sind gefragt,
die innovativ, dabei aber verantwortungsvoll und tragfähig sind.

Wir laden zu diesem Thema hochkarätige heimische und internationale ReferentInnen aus Wissenschaft & Praxis ein, um
… gemeinsam Ideen zu spinnen
Gedanken auszutauschen
…und vielleicht sogar gemeinsame Maßnahmen einzuleiten.

SPEAKER 2019

Wir freuen uns, Ihnen an dieser Stelle die ersten Speaker für New Business Models 2019 präsentieren zu dürfen. Dieser Bereich wird laufend upgedatet – regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich! 

MICHAEL BEITL 

Geboren: 1994
Position: Geschäftsführer
Unternehmen: Kern Tec
kern-tec.com

Die etwas andere Kernspaltung
Der Österreicher Michael Beitl gründete gemeinsam mit seinem Team das Start-up Kern Tec, um die wertvollen ungesättigten Fettsäuren und pflanzlichen Eiweiße aus Steinobstkernen – ein Abfallprodukt in der Saftindustrie – zu nutzen.

Über eine halbe Million Tonnen dieser Kerne werden in der Fruchtverarbeitungsindustrie als Abfall gesehen. Dahinter verbirgt sich jedoch ein Geschenk der Natur, stellen die Inhaltsstoffe nämlich andere Nüsse sogar teilweise in den Schatten. Ob Kirsche, Marille, Pfirsich oder Zwetschken – durch die Entwicklung einer Industrieanlage kann das Start-up die begehrten Samen und Schalen gewinnen. Das Team verarbeitet diese zu wichtigen Grundzutaten für die Lebensmittelindustrie, wie Öl oder Protein. Die Einsatzbereiche sind vielfältig – vom Müsliriegel, Snack, zum Smoothie und Proteinmehl. Dem Team war es von absoluter Wichtigkeit, den Kern zu 100 % zu recyceln. Daher fanden sie wunderbare Anwendungsfelder für die gemahlene Schale als industrielles Strahlmittel oder Ersatz für Mikroplastik in Kosmetikartikeln.

Heimische Obstbaubetriebe an Wertschöpfungskette teilhaben lassen
Was die Rohstoffe betrifft, ist es Kern Tec ein Anliegen, die Rohstoffe so regional wie möglich zu beziehen und greift auf Obstverarbeitungsbetriebe zurück. Kern Tec möchte dabei die österreichischen Obstbaubetriebe sowie Großverarbeiter an der Wertschöpfungskette teilhaben lassen. Dafür erarbeitete das mehrfach ausgezeichnete Unternehmen an einem System, die Kerne regional zu sammeln und zu verarbeiten. 2019 erfolgte der Start der Kernrettungsaktion mit den ersten 200 Tonnen.
Die Leidenschaft, ein Unternehmen zu gründen und etwas zu Schaffen, begeisterte und motivierte Michael Beitl von klein auf. Während seines letzten Semesters an der WU Wien beschloss er, auf einen Master zu verzichten sein erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden. Nach einem Jahr wurde die „Schnapsidee“, so Beitl, zum eingetragenen Unternehmen. Seitdem gibt es für ihn nur ein Ziel: Nicht aufhören, bis der letzte Kern gerettet ist.

BIANCA DÖNICKE

Geboren: 1980
Position: Head of European Continuous Improvement & Sustainability 
Unternehmen: Haworth
haworth.com

Inspirierende und nachhaltige Arbeitsumgebungen
Ab wann gilt ein Büro als nachhaltig? Welche Kriterien müssen dazu erfüllt werden und welchen Beitrag leistet eine nachhaltige Unternehmensentwicklung?
 
Im Zuge der Digitalisierung gewinnen Arbeitsumgebungen an Relevanz, die auf die neue Art des miteinander Arbeitens optimiert sind. Ob Lab, Hub, Coworking Space oder Großraumbüro: inspirierende Arbeitsumgebungen sollen kreative Grenzen im Kopf sprengen – oder zumindest stark dehnen. Aber was unternehmen Hersteller, damit Arbeitsumgebungen nicht nur inspirierender, sondern auch nachhaltiger werden?
 
Zukunftsfähigkeit und gesellschaftliche Verantwortung
Bianca Dönicke arbeitet seit über 14 Jahren in den Bereichen gesellschaftliche Verantwortung bzw. Nachhaltigkeit in Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Seit acht Jahren verantwortet die Diplom-Ökonomin das Nachhaltigkeitsmanagement und seit vier Jahren das Managementsystem für Haworth in Europa. Haworth ist einer der weltweit größten Büromöbelhersteller, Wissenspartner für inspirierende Arbeitsumgebungen und als ein in dritter Generation geführtes Familienunternehmen auch auf Zukunftsfähigkeit bedacht. Bianca Dönicke ist außerdem Mitglied im Unternehmensbeirat von B.A.U.M. e.V. und Expertin nach LEED, einem internationalen Standard für nachhaltige Gebäude. In ihrer Freizeit engagiert sie sich für junges, nachhaltiges Unternehmertum in Kenia zur Bekämpfung von Armut.

AXEL DREHER

Geboren: 1970
Position: Geschäftsführer
Unternehmen: Wolford AG 
wolford.com

For a world beyond next season
Das österreichische Unternehmen Wolford ist aktuell das weltweit erste und einzige Unternehmen in der Bekleidungs- und Textilbranche, das zweifach von Cradle to Cradle Certified™ mit GOLD zertifiziert wurde. Bei New Business Models spricht Wolford-CEO Axel Dreher über Chancen und Herausforderungen.
 
Axel Dreher ist seit 2013 Mitglied des Vorstandes von Wolford. Seit 2017 verantwortet der diplomierte Betriebswirt die Strategie, das Marketing und den Vertrieb sowie die Entwicklung, Produktion und Logistik der Wolford AG. 
 
Sowohl für biologischen als auch technischen Kreislauf zertifiziert
Das heimische Unternehmen mit Sitz in Bregenz ist seit Anfang April 2019 das weltweit erste und bislang einzige Unternehmen in der Bekleidungs- und Textilbranche, das für die Entwicklung biologisch und technisch kreislauffähiger Produkte von Cradle to Cradle Certified™ mit GOLD zertifiziert wurde. Die ersten Produkte für den biologischen Kreislauf – Leggings, Pullover, Top und Shirt – sind seit September 2018 verfügbar und nach ihrer Lebenszeit als Kleidungsstück biologisch abbaubar. Möglich machen dies die speziellen Bestandteile und eine entsprechende Anpassung des Wolford-Produktionsverfahrens. Geschlossen wird der Kreislauf, indem die Produkte zu Biogas für die Produktionsanlage sowie Humus kompostiert werden. Im Zentrum des technischen Kreislaufes steht das Polyamid Econyl® Garn, das aus Fischernetzen aus dem Ozean und anderem Nylonabfall regeneriert wird. So wird der Kreislauf aufrechterhalten, ohne dass Müll produziert wird. Die ersten technisch kreislauffähigen Strumpfhosen werden im Jahr 2020 auf den Markt kommen.

GERALD HEERDEGEN

Geboren: 1970
Position: Geschäftsführer
Unternehmen: Fahnen-Gärtner GmbH 
fahnen-gaertner.com

Mit Menschlichkeit zum Erfolg
Der CEO der Fahnen-Gärtner GmbH mit Sitz in Mittersill ist mit seinem Unternehmen schon früh einen außergewöhnlichen Weg gegangen. Lassen Sie sich inspirieren von einem „Vorzeigebetrieb“ der etwas anderen Art. Ganz nach dem Motto: „Erfolg folgt der Arbeitsfreude!“

Vom Führungsstil über die Produktion bis hin zum Kundenservice – Gerald Heerdegen hat mit seinem Unternehmen Fahnen-Gärtner stets eigene Wege beschritten. Basierend auf zahlreichen Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Humanenergetik entwickelte er zusammen mit seinen Mitarbeitern eine einzigartige Unternehmenskultur mit dem starken Fokus auf Mensch und Gemeinwohl.

Engagiert für Fortschritt, Qualität und Nachhaltigkeit
Als Visionär liegt Gerald Heerdegen nicht nur das verantwortungsvolle Unternehmertum am Herzen, sondern auch seine Heimat, weshalb er sich für eine Modellregion Pinzgau engagiert. Als Pionier setzt er immer wieder Zeichen. Die Mitentwicklung einer Weltneuheit im Digitaldruck – der Druckmaschine ColorBooster DS – ist eine bedeutsame Innovation der letzten Jahre in der Produktion. Bei den Produkten steht die Powerflag für Nachhaltigkeit in der Branche. Damit ist Fahnen-Gärtner im hochqualitativen Digitaldruck-Fahnenmarkt Weltmarktführer.

ANDERS INDSET

Geboren: 1978
Unternehmen: Wirtschaftsphilosoph
wirtschaftsphilosoph.com

Die Wirtschaft neu denken
Der „Rock’n’Roll Plato” zählt mit seinem Ansatz zur praktischen Philosophie zu den weltweit führenden Wirtschaftsphilosophen und ist einer der gefragtesten Keynote-Speaker in Europa.

Das neueste Buch des Norwegers mit dem Titel „Quantenwirtschaft – Was kommt nach der Digitalisierung?” beschäftigt sich mit einem völlig neuen System für die Wirtschaft. Unter anderem geht es dabei darum, „die unvollendete Arbeit des neoklassischen Modells des Kapitalismus weiter zu denken.“ Anders entwickelt in diesem Zusammenhang drei Szenarien für die nächsten zehn Jahre, ein denen wir unumkehrbar über unsere Zukunft entscheiden. Anders vertritt die Meinung: Wenn wir die Gesellschaft verstehen wollen, müssen wir die Wirtschaft neu denken.

Aufsehenerregende, provokante Thesen
Anders Indset ist bekannt  für seine unkonventionelle Denkweise, seine provokanten Thesenwurde von Thinkers50, das führende Ranking der globalen Wirtschaftsdenker, auf dem „Radar 2018″ unter die 30 Global Thinker gewählt. Das Ranking, das auch als „Oscar der Managementdenker” bezeichnet wird, bezeichnete ihn als Denker, der „die Zukunft der Unternehmensführung nachhaltig gestalten wird”. 

CHRISTIAN KROLL
Geboren: 1983
Position: Geschäftsführer Ecosia GmbH
Unternehmen: Ecosia – Die Suchmaschine, die Bäume pflanzt
ecosia.org

 

Ecosia: Erfolgreich als Social Business 
Ecosia zeigt, wie man mit einer Suchmaschine viele Millionen Bäume pflanzt. Gründer und Geschäftsführer Christian Kroll gewährt spannende Einblicke hinter die Kulissen eines erfolgreichen Social Business.

Er habe Ecosia mit dem Ziel gegründet, eine grünere und bessere Welt für alle zu schaffen, sagte Christian Kroll in einem Interview. Ecosia ist eine kostenlose Suchmaschine, die ihre Gewinne aus Werbeanzeigen für weltweite Wiederaufforstung nutzt. Damit reduziert jede Suchanfrage das CO2 in der Atmosphäre.
 
Die Welt nachhaltig verändern
Das Berliner Unternehmen will den Klimawandel aktiv bekämpfen. 2007 entschlossen sich die Entscheidungsträger deshalb unter anderem dazu, eine unternehmenseigene Solaranlage zu bauen. Heute kommt die Energie für die Ecosia-Server zu 100 Prozent aus nachhaltigen Quellen. Bei New Business Models 2019 gibt Christian Kroll Einblicke in die Geschichte des Unternehmens, spricht über Herausforderungen und erzählt, warum er sich dazu entschieden hat, das Unternehmen unverkäuflich zu machen.
 

TERESA OBERHAUSER

Geboren: 1990
Position: EU-Projektleiterin
Unternehmen: Circularise
circularise.com

„Circularise“: Wie der Übergang zur Circular Economy funktionieren kann
Das  Start-up „Circularise“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kommunikationsbarriere zu überwinden, die den gegenwärtigen und zukünftigen Fortschritt hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell einschränkt.

Durch den Einsatz von Blockchain und einem Zero-Knowledge-Protokoll will das Team von Circularise Transparenz und Kommunikation in zirkulären Wertschöpfungsketten schaffen und sich damit diesem Ziel Schritt für Schritt annähern. Dafür entwickeln sie ein blockchain-basiertes Kommunikationsprotokoll, das so genannte „Smart Questioning“, um die Transparenz der Wertschöpfungskette ohne Offenlegung von Datensätzen oder Lieferkettenpartnern zu fördern.

Forschungs- und Pilotprojekte im Bereich Circular Economy 
Teresa Oberhauser arbeitet an Forschungs- und Pilotprojekten im Rahmen der Zertifizierung von recycelten Materialien und der Wertschöpfungskettenkommunikation für die Kreislaufwirtschaft und ist EU-Projektleiterin von Circularise. Sie sammelte früh internationale Erfahrungen, unter anderem in der UNESCO-Zentrale in Paris, und war an internationalen Großprojekten wie der COP 23 und der Weltsportministerkonferenz 2013 beteiligt.

GUNTER SPERKA

Geboren: 1960
Position: Leiter der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Unternehmen: Amt der Salzburger Landesregierung
salzburg.gv.at

Klimaschutz – Möglichkeiten, Macht und/oder Ohnmacht? 
Gunter Sperka, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Salzburger Landesregierung, informiert unter anderem über den aktuellen Stand der Klimadebatte. 

Nicht erst seit, aber verstärkt durch Greta Thunberg ist Klimaschutz auch in der Gesellschaft wieder ein großes Thema. Aber worum geht es eigentlich genau, warum muss die Erwärmung rasch stabilisiert werden, was kommt dennoch auf uns zu und wer hat eigentlich „schuld“? Welche Hebel müssen in Bewegung gesetzt werden, auf staatlicher und gesellschaftlicher Ebene, und wer hat diese Hebel überhaupt in der Hand? Darüber und über noch mehr Details zum Thema Klimaschutz, Möglichkeiten und Verantwortung spricht Gunter Sperka bei New Business Models 2019. 

Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050
Gunter Sperka ist Mitglied Mitglied in verschiedenen nationalen und europäischen Gremien, unter anderem Vertreter des Landes Salzburg im „Nationalen Klimaschutzkomitee“, und verantwortet das Dachmanagement der Klimaschutzstrategie SALZBURG 2050 sowie den Masterplan Klima+Energie 2020. Die langfristige Klima- und Energiestrategie bis zum Jahr 2050 folgt einem Zielpfad mit klaren Etappen und konkreten Zwischenzielen. Das Zwischenziel bis 2020 ist beispielsweise minus 30 Prozent Treibhausgase (in Bezug auf 2005) und der Ausbau von erneuerbaren Energien auf ein Anteil von 50 Prozent. 

 

PROGRAMM

Das Programm als PDF zum Download: NBM19_Ablauf

 

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